Drogentherapie bei Opiatabhängigkeit

Konsumerfahrungen mit illegalen Drogen finden sich in Österreich am häufigsten mit Cannabis (30-40%). 2-4% haben Erfahrungen mit Ecstasy, Kokain und Amphetamin und maximal 2% mit Opioiden.

28.000 bis 29.000 Personen in Österreich sind opiatabhängig. Der Opiatkonsum hat eine physische und psychische Abhängigkeit, gesundheitliche, soziale und rechtliche Konsequenzen zur Folge. Euphorie, Entrücktheit und Stimmungsschwankungen beherrschen den Alltag von Suchtkranken. Neben der Abstinenz (Entwöhnung) von Opiatabhängigen erreichen Mediziner und Therapeuten heute gute Erfolge mit Drogenersatztherapien. Die Verabreichung legaler oraler Substitutionsmittel erleichtert den Verzicht auf illegales Heroin. Mehr als 17.200 Suchtgiftabhängige werden in Österreich derzeit von Ärzten mit Ersatzdrogen behandelt.

Drogenabhängigkeit ist eine Krankheit und professionelle Hilfe bei der Behandlung ist wichtig: In Österreich bemühen sich derzeit rund 160 Drogenberatungsstellen, Ärzte, Spitäler, medizinische Forschungseinrichtungen und die Pharmaindustrie, den Suchtkranken Wege aus der Drogensucht zu zeigen und zu ermöglichen.

Definition Abhängigkeitserkrankung:
»Wiederholter Konsum einer oder mehrerer psychoaktiver Substanzen, der zu einer periodischen oder chronischen Vergiftung führt (psychoaktiv: auf den Menschen, seine Wahrnehmung, sein Erleben und Verhalten einwirkend).«

Weltgesundheitsorganisation (WHO)