Ziele von Drogensubstitution

Suchtkranke können sich meist mit der Zeit die hohen Kosten ihrer Sucht nicht mehr leisten. Die Folgen können Beschaffungskriminalität und Prostitution sein.

Die Reduktion bzw. der Verzicht auf intravenösen Drogenkonsum, der durch die Substitutionsbehandlung und die psychosoziale Begleitung erreicht wird, trägt bei zu:

  • Verminderung oder Verhinderung von Folgeerkrankungen (z.B. Hepatitis C oder HIV)
  • Entkriminalisierung und Verminderung der Beschaffungskriminalität
  • finanzielle Stabilisierung
  • Sicherung der Wohnversorgung
  • Wiedereinstieg in das Berufsleben bzw. Sicherung des Arbeitsplatzes
  • Erleichterung des Ausstiegs aus der Drogenszene
  • Verhinderung von ungewollten Überdosierungen oder Schädigungen aufgrund von Beimengungen
Univ. Prof. Dr. Alfred Springer

»Soziale Reintegration soll unter anderm bewirken, dass die Drogenszene
ihre Funktion als erste Anlaufstelle und wichtigster sozialer
Bezugsraum einbüßt. Dem Arzt als Vertrauensperson kommt auch
dabei eine zentrale Bedeutung zu, da bereits die Substitution bewirkt,
dass sich die Position des Abhängigen in der Szene verändert.«

Univ. Prof. Dr. Alfred Springer, em. Leiter vom Ludwig-Boltzmann-Institut für Suchtforschung am Anton-Proksch-Institut Wien