OIKOS – Verein für Suchtkranke

Oikos wurde im Jahr 1995 als Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat Menschen mit Abhängigkeitserkrankung stationäre Therapien anzubieten, gegründet. Seit der Umstrukturierung 2011 ist Träger der stationären Therapie die gemeinnützige OIKOS Therapie GmbH.

Zielgruppe

  • Abstinenzorientierte Klienten
  • Substituierte Klienten, die eine kurzfristige Substitutionstherapie (Reduktion des Substitutionsmittels in den ersten 4-6 Wochen) bzw. Substituierte Klienten, die eine langfristige Substitutionstherapie (Stabilisierung, keine Veränderung der Substitutionshöhe in den ersten drei Therapiemonaten) anstreben

Es erfolgt keine Aufnahme bei Substitution durch retardierte Morphine – dies erfordert eine Umstellung der Medikation.

Angebote

Schwerpunkte des therapeutischen Konzepts sind: Psychosoziale Betreuung, Bezugsbetreuersystem, Klinisch-psychologische Diagnostik und Therapie, Psychotherapie (Systemische Familien- und Integrative Gestalttherapie und Verhaltenstherapie), Medizinische Abklärung, Psychiatrisch-medizinische Diagnostik und Behandlung (Substitutionstherapie), Sozialarbeit, Arbeitstherapie, Kreativtherapie und Pädagogische Freizeitgestaltung.

Das individuelle 5 Phasen Modell

Die Dauer der Therapie richtet sich individuell nach Ausprägung der Abhängigkeitsproblematik sowie vorhandener komorbider Störungsbilder aus. Sie ergibt sich im Einzelfall aus dem diagnostischen Prozess, den individuellen Problemstellungen und der Kostenübernahme der Kostenträger. Sie ist mit mindestens 6 bis längstens 12 Monaten begrenzt und wird in 4 bzw. 5 Phasen unterteilt.

1. Phase: Orientierungs- und Diagnosephase

In dieser Phase steht die Eingewöhnung in die Haus- und Therapiegemeinschaft im Vordergrund. Die Klienten haben Zeit sich an die klar geregelte Tagesstruktur und an die verschiedensten Aufgabenstellungen zu gewöhnen. Ebenso erfolgt eine gesundheitliche Abklärung durch eine psychiatrische und eine klinisch psychologische Diagnostik.

2. Phase: Lern- und Entwicklungsphase

In dieser Phase geht es um die therapeutische Auseinandersetzung mit dem eigenen Suchtverhalten. Auch die ersten Ausgänge und Freizeitaktivitäten können bereits selbstständig geplant und getätigt werden.

3. Phase: Stabilisierungs- und Planungsphase für die Zukunft

Die Gestaltung der Freizeit sowie die Berufsorientierung stehen hier im Vordergrund.

4. Phase: Abschluss- oder Transferphase

Die Transferphase bildet den letzten Teil der stationären Therapie. Die Klienten sollen in dieser Phase bereits einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen, oder einen Kurs besuchen. Die bis dahin erworbenen Strategien sollen nun für ein Leben außerhalb des geschützten Rahmens der Therapiestation adaptiert werden. In diese Phase fällt auch die Planung von Maßnahmen zur Nachbetreuung und Rückfallprävention.

5. Phase: Betreutes Außenwohnen (variable Phase)

Die 5te Phase der Therapie kann nach erfolgreicher stationärer Therapie von Klienten in Anspruch genommen werden, welche Angst haben den Druck in der realen Welt noch nicht standhalten zu können, oder daran schon mehrfach gescheitert sind. Ziel des betreuten Außenwohnens ist es, mit dem Klienten die Ablösungsschritte aus der Therapiestation und der Therapiegemeinschaft zu erleichtern und die erlernten Strategien in einem weiterhin geschützten Rahmen zu erproben.

Ziele

Zentrales Anliegen des in 5 Phasen gegliederten Therapiekonzeptes ist die berufliche und soziale Reintegration der KlientInnen, die schon während der stationären Therapie ihren Anfang nimmt. Wir haben insgesamt 21 Therapieplätze und bieten eine individuelle Therapie in der Dauer von 4 bis 12 Monaten an. Die Therapiestation ist gemäß dem Kärntner Mindestsicherungsgesetz als Rehabilitationseinrichtung anerkannt und zudem Teil des Kärntner Psychiatrieplanes.

Kontakt

Kontaktaufnahme für stationäre Therapien:
Beratungsstelle und Verwaltungsbüro
Pischeldorferstr. 7
9020 Klagenfurt
Tel.: 0463/59 25 27
Fax: 0463/59 25 27 4
office@oikos-klagenfurt.at
www.oikos-klagenfurt.at

»18 Jahre OIKOS«