Berichte zur Drogensituation

Das Österreichische Bundesministerium für Gesundheit veröffentlicht jedes Jahr einen Bericht zur Drogensituation in Österreich. In Ergänzung dazu stellt das BMG den "Epidemiologiebericht Drogen" zur Verfügung - eine Zusammenschau der aktuellen Daten aus dem epidemiologischen Routinemonitoring im Drogenbereich.

2015

Der aktuelle ÖBIG-Bericht 2015 zeigt eine Fortsetzung des Trends aus dem Vorjahr: Die Zahl der Einsteiger in den risikoreichen Drogenkonsum ist rückläufig. Ebenso nimmt die Zahl der Todesfälle weiter ab.

Seit 2004 hat sich die Zahl der unter 25-Jährigen mit risikoreichem Opioidkonsum halbiert, was darauf hindeutet, dass es weniger Einsteiger gibt. Die Zahl der drogenbezogenen Todesfälle lag im Vorjahr noch bei 138 Fällen und liegt heuer bei 122.

Die Anzahl der Opioidabhängigen in Substitutionsbehandlung ist im vergangenen Jahr ebenfalls weiter gestiegen. Waren im Jahr 2013 noch 16.989 Personen in Behandlung, so stieg die Zahl 2014 auf 17.272. Die In-Treatment-Rate konnte über die Jahre auf über 60 Prozent erhöht werden.

2014

Einen erneuten Anstieg der In-Treatment-Rate dokumentiert der aktuelle ÖBIG-Bericht zur Drogensituation in Österreich: 2013 befanden sich insgesamt 16.989 Personen in Substitutionsbehandlung, was einer Rate von rund 60 % der Personen mit Opioidproblemen entspricht. Das kann als großer Erfolg gewertet werden. Auch kam im Berichtszeitraum das Prinzip „Therapie statt Strafe“ wieder häufiger zur Anwendung. Die Zahl der suchtgiftbezogenen Anzeigen stieg zwar 2013, war jedoch vorwiegend auf die Anzeigenentwicklung im Zusammenhang mit Cannabis und Amphetaminen zurückzuführen. Rückläufig ist sie weiterhin bei Heroin und Opiaten, suchtgifthältigen und psychotropen Medikamenten sowie bei Mephedron. Sinkend ist auch die Rate der Todesfälle aufgrund von Drogenüberdosierung: Verzeichnete man 2012 161 Fälle, waren es 2013 in Summe 138. Neben dem allgemeinen Rückgang der drogenbezogenen Todesfälle ist positiv hervorzuheben, dass auch der diesbezügliche Anteil der unter 25-Jährigen weiter gesunken ist. Für die Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen legen die verfügbaren Daten aus dem Drogenmonitoring insgesamt einen starken Rückgang des risikoreichen Opioidkonsums nahe. Gesamtgesellschaftlich betrachtet stellt Opioidkonsum jedoch weiterhin das Gros des risikoreichen Drogenkonsums: Rund 85 % der Personen in drogenspezifischer Betreuung haben Opioide als Leitdroge. Insgesamt weisen aktuell zwischen 28.000 und 29.000 Personen einen risikoreichen Drogenkonsum auf – mit variierendem Anteil an Opiaten. Rund die Hälfte der Betroffenen lebt in Wien, ein Viertel ist weiblich, 15 % gehören der Altersgruppe unter 25 Jahre an.

externer Link folgtBericht zur Drogensituation 2014
externer Link folgtEpidemiologiebericht Drogen 2014
externer Link folgtEuropäischer Drogenbericht 2014

2013

Der Drogenkonsum in Österreich ist seit einigen Jahren stabil. Die Zahl der Drogentoten hat aber im Vergleich zu 2011 deutlich abgenommen. Im diesjährigen Epidemiologiebericht Drogen lag der Schwerpunkt auf der Substitutionsbehandlung.

externer Link folgtBericht zur Drogensituation 2013
externer Link folgtEpidemiologiebericht Drogen 2012/2013
externer Link folgtEuropäischer Drogenbericht 2013

2012

Die Drogensituation in Österreich ist im Vergleich zu anderen europäischen Ländern relativ stabil. Dennoch notwendig sind weitere Verbesserungen vor allem in den Bereichen Prävention, Behandlung und Verminderung gesundheitlicher Auswirkungen des Drogenkonsums.

externer Link folgtBericht zur Drogensituation 2012
externer Link folgtBericht zur europäischen Drogensituation 2012

Die Drogenberichte der vergangenen Jahre finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Gesundheit.