Bewusstseinsverändernde Pflanzen von A – Z

Angelika Prentner
Springer Wien New York
ISBN 3-211-23524-8

Der Gebrauch bewusstseinsverändernder Pflanzen nimmt stark zu. Nur wenige Konsumenten sind sich bewusst, dass je nach Art, Dosis sowie der physischen und psychischen Verfassung des Konsumenten, die Pflanzenwirkstoffe Psychosen, Angst, Panik oder behandlungsbedürftige Veränderungen auslösen oder im schlimmsten Fall zu irreversiblen Schäden führen können. Die Wirkstoffe dieser Pflanzen besitzen die Fähigkeit, veränderte Zustände des Bewusstseins hervorzurufen.

Neben den Aspekten der Bewusstseinsveränderung stehen die medizinischen Wirkungen der beschriebenen Pflanzen im Vordergrund. Die Mehrzahl der bewusstseinsverändernden Pflanzen spielte bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Schmerzen, Verletzungen und Krankheiten. Man hoffte durch die Aufklärung des Wirkprinzips dieser Pflanzen auf ein genaueres Verstehen und auf bessere Behandlungsmöglichkeiten von Geisteskrankheiten wie Schizophrenie, Manien oder Wahnvorstellungen. Auch für die Entwicklung neuer Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen, Migräne und anderer schwerer Erkrankungen setzte man auf pflanzliche Wirkstoffe.

Der allgemeine Teil enthält Definitionen der „bewusstseinsverändernden Pflanzen“, Informationen über die Dosis, das Set (d. h. die innere Einstellung des Konsumenten gegenüber der Pflanzen) und das Setting (dies betrifft die äußeren Umstände, in denen die Pflanze konsumiert wird). Die Wirksamkeit ist jeweils auch davon abhängig. Der Anhang ist der Aufklärung und Behandlung psychischer Erkrankungen gewidmet, und enthält ein Verzeichnis der neueren Literatur bis 2003.