Drogenberichte

Berichte zur Drogensituation

Das Österreichische Bundesministerium für Gesundheit veröffentlicht jedes Jahr einen Bericht zur Drogensituation in Österreich. In Ergänzung dazu stellt das BMG den Epidemiologiebericht Sucht zur Verfügung - eine Zusammenschau der aktuellen Daten aus dem epidemiologischen Routinemonitoring im Drogenbereich. Der „Europäische Drogenbericht" wird jährlich von der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) herausgegeben und gibt einen Überblick über die europäische Drogenproblematik.

2017

Der Bericht zur Drogensituation 2017 (Gesundheit Österreich GmbH) zeigt eine weiterhin positive In-Treatment-Rate von Personen mit Opioid-Problematik von 57 Prozent. Bis 2013 nahm Opioid als Leitdroge bei Personen in drogenspezifischer Behandlung ab, bei Cannabis zu. Auch die Behandlung von anderen Stimulantien nahm quantitativ zu. In den Jahren 2013-2016 setzte sich dieser Trend nicht eindeutig fort.

Die Zahl der drogenbezogenen Todesfälle war im Jahr 2016 höher als in den drei Vorgängerjahren. Allerdings ist die Zahl der unter 25-Jährigen Drogentoten gegenüber dem letzten Jahr stark gesunken. Dieser ist vermutlich auf die rückläufige Anzahl der an EinsteigerInnen in den risikoreichen Drogenkonsum zurückzuführen. 

Sämtliche Berichte zur Drogensituation 2017 finden Sie hier zum Download:

2016

Die österreichischen Drogenberichte zeigen weniger EinsteigerInnen in den risikoreichen Drogenkonsum. Während die Anzahl der Personen mit risikoreichem Drogenkonsum (inkl. Opioide) in der Gruppe "unter 25 Jahre" stetig sinkt – sie hat sich seit 2004 halbiert (!) – wachsen die Gruppen 25-34-Jährige und über 35-Jährige. Das bedeutet, dass es kontinuierlich weniger EinsteigerInnen gibt.

Die Anzahl der SubstitutionspatientInnen steigt hingegen stetig. Waren im Jahr 2014 noch 17.272 Personen in Behandlung, so stieg die Zahl 2015 auf 17.599. Die "In-Treatment-Rate" konnte über die Jahre auf über 60 Prozent erhöht werden.

Die Zahl der drogenbezogenen Todesfälle lag im Vorjahr noch bei 122 Fällen und liegt heuer bei 153. Auch die Zahl der unter 25-jährigen Drogentoten stieg gegenüber den Vorjahren geringfügig (2014: 19 %, 2013: 18 %), ist aber deutlich geringer als 2005-2008 (26 % - 40 %). Auch das ist auf die rückläufige Anzahl der EinsteigerInnen zurückzuführen.

Sämtliche Berichte zur Drogensituation 2017 finden Sie hier zum Download:

2015

Der aktuelle ÖBIG-Bericht 2015 zeigt eine Fortsetzung des Trends aus dem Vorjahr: Die Zahl der Einsteiger in den risikoreichen Drogenkonsum ist rückläufig. Ebenso nimmt die Zahl der Todesfälle weiter ab.

Seit 2004 hat sich die Zahl der unter 25-Jährigen mit risikoreichem Opioidkonsum halbiert, was darauf hindeutet, dass es weniger Einsteiger gibt. Die Zahl der drogenbezogenen Todesfälle lag im Vorjahr noch bei 138 Fällen und liegt heuer bei 122.

Die Anzahl der Opioidabhängigen in Substitutionsbehandlung ist im vergangenen Jahr ebenfalls weiter gestiegen. Waren im Jahr 2013 noch 16.989 Personen in Behandlung, so stieg die Zahl 2014 auf 17.272. Die In-Treatment-Rate konnte über die Jahre auf über 60 Prozent erhöht werden.

2014

Einen erneuten Anstieg der In-Treatment-Rate dokumentiert der aktuelle, im Jahr 2014 erschienene ÖBIG-Bericht zur Drogensituation in Österreich: 2013 befanden sich insgesamt 16.989 Personen in Substitutionsbehandlung, was einer Rate von rund 60 % der Personen mit Opioidproblemen entspricht. Das kann als großer Erfolg gewertet werden. Auch kam im Berichtszeitraum das Prinzip „Therapie statt Strafe“ wieder häufiger zur Anwendung. Die Zahl der suchtgiftbezogenen Anzeigen stieg zwar 2013, war jedoch vorwiegend auf die Anzeigenentwicklung im Zusammenhang mit Cannabis und Amphetamin zurückzuführen. Rückläufig ist sie weiterhin bei Heroin und Opiaten, suchtgifthältigen und psychotropen Medikamenten sowie bei Mephedron. Sinkend ist auch die Rate der Todesfälle aufgrund von Drogenüberdosierung: Verzeichnete man 2012 161 Fälle, waren es 2013 in Summe 138. Neben dem allgemeinen Rückgang der drogenbezogenen Todesfälle ist positiv hervorzuheben, dass auch der diesbezügliche Anteil der unter 25-Jährigen weiter gesunken ist. Für die Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen legen die verfügbaren Daten aus dem Drogenmonitoring insgesamt einen starken Rückgang des risikoreichen Opioidkonsums nahe. Gesamtgesellschaftlich betrachtet stellt Opioidkonsum jedoch weiterhin das Gros des risikoreichen Drogenkonsums: Rund 85 % der Personen in drogenspezifischer Betreuung haben Opioide als Leitdroge. Insgesamt weisen aktuell zwischen 28.000 und 29.000 Personen einen risikoreichen Drogenkonsum auf – mit variierendem Anteil an Opiaten. Rund die Hälfte der Betroffenen lebt in Wien, ein Viertel ist weiblich, 15 % gehören der Altersgruppe unter 25 Jahre an.

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2013

Der Drogenkonsum in Österreich ist seit einigen Jahren stabil. Die Zahl der Drogentoten hat aber im Vergleich zu 2011 deutlich abgenommen. Der Schwerpunkt des Epidemiologiebericht Drogen 2013 lag auf der Substitutionsbehandlung.

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