Opiatsucht

In Österreich leben laut Epidemiologiebericht Drogen 2015 zwischen 29.000 bis 33.000 Personen mit risikoreichem Drogenkonsum. Opioide stellen in dieser Gruppe nach wie vor die Leitdroge dar. Die Behandlungsrate ist vergleichsweise hoch: 2016 befanden sich rund 57% der von Opiatabhängigkeit Betroffenen in Substitutionstherapie. Insgesamt hat sich die Zahl der SubstitutionspatientInnen in den vergangenen 16 Jahren verfünffacht.

Laut WHO zählt die Opiatabhängigkeit zu den schwersten psychischen Erkrankungen. Sucht ist eine Funktionsstörung des Gehirns, mitunter besteht dafür auch eine genetische Veranlagung. Nähere Informationen zu den biologischen Grundlagen der Sucht.

Häufig sind aber auch tragische Lebensumstände und Ereignisse wie der Verlust von Bezugspersonen oder Arbeitsplatz sowie Missbrauch in der Kindheit Wegbereiter einer Drogensucht. Auch das Auftreten als Begleiterkrankung von Depressionen, Angststörungen, Schizophrenie und weiteren psychischen Erkrankungen ist keine Seltenheit. Nähere Informationen zur Komorbidität/zu Begleiterkrankungen.