Substitution – wirksam, erfolgreich und lebensrettend

Die Drogenersatztherapie ist unbestritten die effektivste Therapieform für Opiatabhängige. Laut Experten senkt eine opioidgestützte Behandlung in Kombination mit psychosozialer Betreuung die Rate der Todesfälle jährlich um etwa zwei Drittel. In einem Therapieverhältnis bleibt überdies der Kontakt zum Drogenkranken bestehen. Dadurch kann illegaler Aktivität und Missbrauch entsprechend vorgebeugt und entgegengewirkt werden. Bricht der Patient die Behandlung ab, droht die Beschaffung der Substanzen auf dem Schwarzmarkt. Ein Anstieg der Beschaffungskriminalität, illegale Prostitution und eine Gefährdung der Gesundheit (sowohl der eigenen durch infizierte Nadeln als auch der Allgemeinheit etwa durch Ansteckung mit HIV und Hepatitis C) bis hin zum Tod durch falsche Dosierung sind zu befürchten.

Eine effektive Substitutionsbehandlung reduziert darüber hinaus die sozioökonomischen Kosten für die Allgemeinbevölkerung. Der teuerste Fall ist jener, bei dem der Erkrankte, z.B. aufgrund von Beschaffungskriminalität, im Gefängnis landet. Nach Angabe des Bundesministeriums für Justiz liegen die Kosten für jeden Häftling in Österreich durchschnittlich bei 100 Euro pro Gefängnistag.

Substitutionsbehandlung europaweit als wirksamste Maßnahme bei Opoidabhängigkeit

Österreich liegt im europäischen Spitzenfeld: Bereits rund 57 Prozent der Opiatabhängigen befinden sich in Substitutionstherapie.
Quelle: Europäischer Drogenbericht 2017, EMCDDA