Auswirkungen der Therapie auf Kriminalitätsrate und Straffälligkeit

Substitutionstherapien tragen u.a. dazu bei, Beschaffungskriminalität zu reduzieren. Aber auch die Wahrscheinlichkeit einer Anzeige wegen unerlaubten Umgangs mit Opioiden nimmt mit fortschreitender Behandlungsdauer kontinuierlich ab:

Quelle: Epidemiologiebericht 2014, GÖG, BMG; Grafik modifiziert

2013 wurden 10% aller in Substitutionsbehandlung befindlichen Personen wegen Opioiden angezeigt. Das sind weniger als in den Jahren zuvor. Die Substitutionstherapie hat bei Personen mit risikoreichem Drogenkonsum eine präventive Wirkung hinsichtlich krimineller Handlungen.

Die Zahl der suchtgiftbezogenen Anzeigen in den letzten Jahren zwar sowohl insgesamt als auch bei den Vergehens- und Verbrechenstatbeständen stark gestiegen, bedingt war dies aber vor allem durch die Anzeigenentwicklung im Zusammenhang mit Cannabis (30.184 von 36.235 Anzeigen). Siehe Bericht zur Drogensituation 2017.