Suchtgiftbezogene Todesfälle in Österreich

Ein besonderes Risiko besteht für jene Drogenabhängige, die nicht in einem - auch präventiv wirkenden - Therapieprogramm betreut werden. Im Jahr 2016 wurden in Österreich 165 drogenbezogene Todesfälle dokumentiert (146 davon wurden mittels Obduktion verifiziert). Die Zahl der drogenbezogenen Todesfälle ist in den letzten Jahren leicht angestiegen (2010: 187 Fälle, 2011: 201 Fälle, 2012: 161 Fälle, 2013: 138 Fälle, 2014: 122 Fälle, 2015: 153 Fälle).

Der Anteil der unter 25-Jährigen ist mit 15 % unter dem Anteil der letzten zehn Jahre (2015: 21 %, 2014: 19 %, 2013: 18 %) und ist deutlich geringer als in den Jahren 2005-2011. 

Laut Bericht zur Drogensituation 2017 zeigt sich bei den dokumentierten Todesfällen aufgrund von Drogenmissbrauch wie in den Vorjahren ein starkes Überwiegen der Mischintoxikationen unter Beteiligung von Opiaten (86 %). Polytoxikomane Konsummuster sind nach wie vor stark verbreitet und stellen ein erhebliches gesundheitliches Risiko dar. Das bedeutet, dass ein oder mehrere Suchtgifte gleichzeitig mit Alkohol und/oder Psychopharmaka eingenommen wurden. Der Anteil reiner Opioidtoxikationen an den direkt drogenbezogenen Todesfällen beträgt weniger als 5 %.

Anzahl der direkt drogenbezogenen Todesfälle in Österreich nach Bundesland, 2016

Bundesland

Wien

Stmk

Ktn

Sbg

Tirol

Vlbg

Bgld

Suchtgiftbezogene Todesfälle 2016

  67

 15

 16

  13

  11

  5

  24

   11

  3

 Quelle: Bericht zur Drogensituation 2017, GÖG/ÖBIGzahlen-und-fakten/versorgungssituation/suchtgiftbezogene-todesfaelle-in-oesterreich.htm#