Die Versorgungssituation in Österreich

Um möglichst viele Drogenkonsumenten in eine kontrollierte Behandlung zu bringen, ist ein breites und leicht zugängliches medizinisch-therapeutisches Angebot erforderlich. Dazu braucht es ein vielfältiges Spektrum an Drogenersatzmedikamenten, Therapieplätzen und substituierenden Ärzten, das eine ausreichende und an den Bedürfnissen der Patienten orientierte Versorgung gewährleistet. 

Im Jahr 2014 waren gemäß ÖBIG-Bericht zur Drogensituation 2015 insgesamt 631 MedizinerInnen zur Substitutionsbehandlung qualifiziert. Rund 86 % davon haben innerhalb des Berichtszeitraums auch tatsächlich eine Substitutionsbehandlung durchgeführt und galten damit als versorgungswirksam. Die wenigsten substituierenden ÄrztInnen pro 100.000 BewohnerInnen weisen die Bundesländer Kärnten und Vorarlberg auf, die meisten Wien, Niederösterreich und das Burgenland.

Versorgungslage Substitutionsbehandlung

Quelle: Epidemiologiebericht Drogen 2015, GÖG/BMG

Allgemeinmedizineren nehmen in der Substitutionsbehandlung Opioidabhängiger eine wichtige Rolle ein, wenngleich in unterschiedlicher regionaler Ausprägung: Während etwa in Salzburg 74% der Substituierenden Fachärzten sind, stellen in Wien die Allgemeinmediziner 86% der betreuenden Ärzten.